Sprache wirkt in Kinderbüchern

Kinder bei der Bürgermeisterin

"Der große Spielplatz braucht Hilfe" - Lingva Eterna® in der Geschichte

Der Autorin Nicola Hengst-Golke gelingt mit der Geschichte „Der große Spielplatz braucht Hilfe“ ein Herzensprojekt. In dieser Geschichte spielen ihr Engagement für Kinder und deren Rechte, sowie ihr Interesse an bewusster Sprache zusammen. Inhaltlich geht es dabei um die beiden Kinder Nele und Jan. Sie entwickeln einen schlauen Plan, wie sie dem Spielplatz helfen können. Gemeinsam mit der Bürgermeisterin finden sie eine gute Lösung.

Hier ist der Link für einen gratis Download für die Anwendung des Erzähltheaters KAMISHIBAI in DIN A 3 und das Begleitheft als Din A 4 Format. Alternativ habt ihr auch die Möglichkeit die Seiten auf dem Laptop/Tablet zu zeigen und dabei vorzulesen.
Wir wünschen Euch viel Freude dabei :).

Ich habe Nicola auf dem Weg zu ihrer Geschichte mit Lingva Eterna® begleitet.
Für euch habe ich sie interviewt. So erfahrt ihr interessante und wesentliche Hintergrundinformationen zu ihrer Geschichte.

Ina: Liebe Nicola, ich kenne dich als engagierte Frau für die Spielplatzpaten und im Bündnis Recht auf Spiel. Wie bist du auf die Idee zum "Großen Spielplatz" gekommen?

Nicola: Die Vorlage dieser Geschichte ist ein öffentlicher Spielplatz in Mettmann. Er liegt seit mehr als einem Jahrzehnt brach. Zunächst wollte die Stadt Mettmann den Platz verschönern.  Aufgrund der knappen Haushaltsmittel hat die Stadt das Sanierungsvorhaben abgesagt. Ich habe mich gefragt, wie der Spielplatz sich grundsätzlich fühlen würde, falls er menschliche Züge hätte.

Ina: Du bist Mitherausgeberin von „Zusammen aktiv, Spielen und Spiele für drinnen und draußen für Familien in Mettmann“. Dabei hast du dich intensiv mit Spielen befasst. Warum braucht es öffentliche Spielplätze? 

Nicola: In vielen Städten gibt es kaum mehr freie Flächen zum ausgelassenen Toben. Daher sind Spielplätze wichtige Orte für die Entwicklung unserer Kinder. Sie dienen als Erlebnis- und Erfahrungsräume. Auf Spielplätzen erproben die Kinder ihr Können, und die frische Luft hält sie gesund. Gleichzeitig lernen sie im Spiel, fair miteinander umzugehen. Außerdem macht draußen zu spielen Spaß. Unser Körper aktiviert in der Bewegung glücklich machende Stoffe. So fördern Städte mit öffentlichen Spielplätzen die Gesundheit unserer Kinder.

Ina: In deiner Geschiche ergreifen die beiden Kinder Nele und Jan die Initiative. Sie gehen mutig zur Bürgermeisterin der Stadt. Ist das realistisch?

Nicola: Ja, das ist realistisch. Kinder haben das Recht auf Spiel und Mitbestimmung. Die Geschichte lädt Kinder dazu ein, diese Rechte kennenzulernen, wahrzunehmen und sich für sie einzusetzen. Die Stadtgemeinschaft nimmt die Kinder mit ihren Anliegen ernst. 

Ina: Nicola, ich danke dir. Deine Geschichte macht Mut und lädt zum Nachahmen ein. 
Wie die Kinder bei Erwachsenen Gehör finden, erkläre ich anhand des Gesprächs der Kinder mit der Bürgermeisterin.
Die Kinder wenden die fünf Schritte des Lingva Eterna® Kommunikationsmodells an.


Die fünf Schritte sind:
1. Intention (Was ist mein Ziel? Was will ich erreichen? Wer ist mein Gesprächspartner)
2. Ansprache (Wie spreche ich ihn/sie an?)
3. Rahmen (Ich bringe den anderen in mein gedankliches Bild.)
4. Diskurs (Beide Gesprächspartner reden miteinander.)
5. Abschluss (Das Gespräch endet mit einer Zusammenfassung/ ein Dank/Ausblick)

Nele und Jan haben dem großen Spielplatz aufmerksam zugehört. Sie machen sich ihr Ziel bewusst. Ihr Ziel ist es, dass wieder Kinder auf dem Spielplatz spielen. Beide wissen, dass sie dafür die Hilfe vieler Menschen brauchen, um etwas zu bewegen. Wer ist der richtige Ansprechpartner (1. Intention). Wie sprechen die Kinder die Person an (2. Ansprache)?
Nele und Jan denken an die Bürgermeisterin der Stadt. Sie hat die Aufgabe, für die Anliegen der Bürger da zu sein, und sie kennt viele Menschen. Die Kinder gehen ins Rathaus und bekommen einen Termin bei der Bürgermeisterin. „Frau Bürgermeisterin, wir sind Nele und Jan.“
Im nächsten Schritt lassen Nele und Jan die Bürgermeisterin an ihren Gedanken teilhaben und sagen ihr, um was es ihnen geht (3. Rahmen). „Wir wollen ihnen etwas Wichtiges sagen. Der große Spielplatz braucht unsere Hilfe.“
Nun folgt das Miteinander-Reden (4. Diskurs). Die Kinder berichten, was sie erlebt haben. Die Bürgermeisterin stellt Fragen. Kinder und Bürgermeisterin wechseln sich als Hörer und Sprecher ab. Im Gespräch entstehen erste Ideen für die nächsten Schritte.
Der (5.) Abschluss dieses Gespräches ist eine gemeinsame Idee. „Lasst uns gemeinsam zum großen Spielplatz gehen und dort eine Idee entwickeln. Jaaaa!“ 

Das Lingva Eterna® Kommunikationsmodell eignet sich, um Gespräche vorzubereiten. Ebenso ist es damit möglich, bereits erfolgte Gespräche nachträglich zu reflektieren und etwaige Ursachen für Störungen in der Kommunikation zu erkennen.
Kinder haben wunder*volle Ideen. Oftmals fehlt ihnen die Anleitung, wie sie diese Ideen kommunizieren und in die Tat umsetzen können.
Die fünf Schritte sind kinder*leicht.

Kinder auf der Wiese, Spendendosen

Die ursprüngliche Intention der Geschichte war es mit dem Buch "Der große Spielplatz braucht Hilfe" Spenden zur Sanierung öffentlicher Spielplätze zu sammeln. Aufgrund von steuerlichen Auflagen endete bedauerlicherweise das Buchprojekt. Das Kinderbuch war von 2021 bis 2022 erhältlich. Uns war es ein Anliegen, die Geschichte in die Welt zu tragen. Mit den Kamishibai Vorlagen hat Nicola einen neuen Weg gefunden.

Titel großer Spielplatz   Kamishibai_VorstellungStadtBerching

Pressestimmen und Aktionen findet Ihr hier:

Vorstellung des Kamishibai beim Literarischen SpeedDating der Stadt Berching am 24.11.2023

https://www.schaufenster-mettmann.de/die-stadt/mettmanner-autorin-verzichtet-auf-verkaufserloes_aid-71690997


https://www.mettmann.de/web/?p=21047

https://www.spielplatztreff.de/blog/herzensprojekt-ein-kinderbuch-fuer-spielplaetze/

https://taeglich.me/mettmann/nicola-hengst-gohlke-sammelt-mit-kinderbuch-geld-fuer-spielplaetze/

https://www.mettmann.de/web/?p=16100

https://secure.wi-paper.de/book/read/id/00031969A189B4CB

https://www.spielplatztreff.de/blog/herzensprojekt-ein-kinderbuch-fuer-spielplaetze/

 

 

Wissenswertes zur Autorin:
Nicola Hengst-Gohlke
ist Jahrgang 1969 und in München geboren. Sie ist Hotelfachfrau, staatlich geprüfte Übersetzerin und Touristikfachwirtin, Initiatorin der Spielplatzpaten für Mettmann, zertifizierte Moderatorin für Kinder- und Jugendbeteiligung und Kinderbuchautorin. Sie ist Mitherausgeberin von „Zusammen aktiv, Spielen und Spiele für drinnen und draußen für Familien in Mettmann“ mit Eva-Maria Popp und „An die Löffel, fertig, los – Bunter Kochtopf der Kulturen“ mit Gül Kurtulus.

Ihr ist es wichtig, die UN-Kinderrechte mit Leben zu füllen. Für ihr ehrenamtliches Engagement erhielt sie mehrfache Auszeichnungen – zum Beispiel die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Sie lebt mit ihrer Familie in Mettmann.

Wissenswertes zur Illustratorin:
Nicole Teusler
ist im Jahr 1977 in Meißen geboren. Sie ist Architektin, Künstlerin und Illustratorin. Mit ihren Zeichnungen gestaltete sie zahlreiche Kinderbücher  der Kinderkrimi-Reihe „Abenteuer in München“ in 6 Bänden, 4 Sach- und Schulbücher für den Heimatkundeunterricht, 8 Bildwörterbücher „mini-mondo“, Lehrmaterialien und Malbücher für Schulkinder.
Nach ihrem Studium hat sie ihre Leidenschaft für das Malen und Zeichnen zum Beruf gemacht. Illustrationen für Kinder stehen heute im Mittelpunkt ihres Schaffens. Mit ihren Bildern möchte sie das Verstehen, Entdecken und Erlernen von Wissen erleichtern. Ihre fantasievollen Tierzeichnungen finden sich auf unzähligen Postkarten, Tassen, Schildern und Logos wieder. Sie lebt mit ihren Eltern in Cottbus.
https://www.pai-nt.de/   Kontakt: tnicole@pai-nt.de

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Online: Wir leben nicht ewig – lasst uns die Zeit gut nutzen

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Lingva Eterna Sprach-und Kommunikationstrainerin, Lehrdozentin

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